Ja, auch ein Anwalt kann nicht alles

Ich habe das Schreiben eines Kollegen auf dem Tisch, der ganz offensichtlich auf diesem Rechtsgebiet üblicherweise nicht tätig ist. Das Schreiben strotzt von Aussagen, die leider durch Rechtsprechung bei Weitem überholt sind. Damit wird noch nicht mal mehr ein Blumentopf gewonnen. Der Mandant des Kollegen tut mir fast schon leid oder handelt es sich hier um einen Spezel, für den man mal kurz ein Schreiben formuliert hat, auch wenn man davon keine Ahnung hat? Wie auch immer, ich empfinde das als respekt- und verantwortungslos gegenüber dem eigenen Mandanten.

Ist es ein Zeichen von Schwäche zuzugeben, auf einem Rechtsgebiet nicht tätig werden zu können und ein Mandant abzulehnen?

Nein! Es ist ein Zeichen von Respekt und Verantwortung gegenüber dem Mandanten eindeutig klar zu stellen, dass man in bestimmten Rechtsgebieten nicht tätig ist und den Mandanten bei diesem Problem lieber an einen Kollegen zu verweisen, der sich damit auskennt.

Nie käme ich auf die Idee, eine Scheidung zu bearbeiten, eine Strafverteidigung zu übernehmen oder steuerrechtliche Beratung durchzuführen. Ehrliche Geradlinigkeit zu sagen: Das kann ich nicht und deshalb mache ich es nicht ...

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