Erneuerbare Energien marktkonform fördern - der Weg in die Normalität?

Anlässlich der bevorstehenden Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hat der wissenschaftliche Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in einem Brief an den Bundesminister für Wirtschaft und Technologie für eine effizientere und marktnähere Förderung der Erneuerbaren Energien plädiert. Der Beirat empfiehlt, die künftige Förderpraxis technologieneutral zu gestalten und die Erneuerbaren Energien zeitnah in das allgemeine Markt- und Preissystem zu integrieren. Er weist zudem auf die internationalen Rückkoppelungen nationaler Maßnahmen hin. Die jetzige Förderung des EEG von spezifischen Technologien verzerre die Forschungs- und Produktionsentscheidungen der Industrie hin zu diesen Technologien. Nicht die Konkurrenz der Erfinder, sondern die Entscheidung des Gesetzgebers bestimme, welches Verfahren zur regenerativen Energiegewinnung Vorrang haben soll. Das sei riskant, denn der gegenwärtig rasche Fortschritt der Technik in vielen Bereichen der nachhaltigen Energiegewinnung lasse es als ratsam erscheinen, nicht voreilig auf einige bestimmte Technologien zu Lasten anderer Verfahren zu setzen. Ein Beispiel biete die Photovoltaik. Die Differenzkosten, d.h. die Kosten der EEG-Förderung über den Strompreis hinaus, für alle bis einschließlich 2010 errichteten Photovoltaikanlagen werden auf 85,4 Mrd. € geschätzt. Dies bedeute ein gewaltiges Umverteilungsprogramm und riesige Subventionen für eine Technologie, die in 2011 ca. 55% der EEG-Förderkosten verursachen wird, dabei aber nur 20% des nach EEG vergüteten Stroms erzeugt oder etwa 3% des gesamten Stromverbrauchs. Um in Zukunft die mit den erneuerbaren Energien verbundenen Ziele effizient zu erreichen, solle daher die Novelle des EEG genutzt werden, um die weitere Förderung der erneuerbaren Energien technologieneutral zu gestalten. Der Beirat warnt davor, neben den umweltpolitischen auch industriepolitische Ziele zu verfolgen ...Zum vollständigen Artikel


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