Einführung von IPv6 – Datenschützer schlagen Alarm

Es wird Ernst mit der Umstellung auf das neue Internet-Protokoll IPv6. Datenschützer sind besorgt.

Das Thema IPv6 ist nicht neu. Die Entwicklung des Protokolls begann bereits 1995. Allerdings wird es nun Ernst mit der Umstellung vom „alten“ Protokoll IPv4 auf IPv6. Am 8. Juni 2011 findet der World IPv6 Tag statt, an dem viele große Webseitenbetreiber das Verhalten ihrer Webseiten im Dual-Stack-Betrieb testen werden.

Zwar werden von technischer Seite her keine großen Probleme prognostiziert (eine Nichterreichbarkeit der Webseiten wird nur für ca. 0,15 Promille der Internetnutzer erwartet, vor allem mit alter oder exotischer Hard- und Software). Jedoch ergeben sich aufgrund der Struktur der neuen IPv6-Adressen einige datenschutzrechtliche Fragen, über die sich Datenschützer besorgt zeigen.

Bislang: Keine feste Zuordnung

Bei den bislang genutzten IPv4 Adressen findet keine feste Zuordnung einer IP Adresse zu einem bestimmten Computer oder einer konkreten Person statt (dynamische Adressvergabe), da es aufgrund der Knappheit der „nur“ ca. 4,3 Mrd. Adressen unmöglich ist, jedem Internetnutzer mehrere IP Adressen (für Computer, Laptop, Netbook, Smartphone, etc.) zuzuteilen. Eine feste IP (static IP) wird im Normalfall nur in bestimmten Tarifen oder gegen Gebühr vergeben, bei allen anderen Nutzern ändern sich die IP Adresse in gewissen Abständen (von mehrmals am Tag bis zu wenige Male im Jahr).

Für diese dynamisch vergebenen IPv4 Adressen ist aufgrund der fehlenden Zuordnung zu einer natürlichen Person umstritten, ob sie personenbezogene Daten darstellen, welche die Anwendbarkeit der Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes bzw. des Telemediengesetzes eröffnen würden ...

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