Urheberrecht: Zur Haftung bei Übernahme fremder Fotos im RSS-Feed

Im Rahmen der Aufmerksamkeitswerbung und Erinnerungswerbung greifen viele Onlinehändler heute zu dem Marketinginstrument eines Blogs zurück, um beispielsweise über neue Entwicklungen oder aber neue Produkte außerhalb des klassischen Shops als solchen zu informieren. Dabei wird zumeist die Möglichkeit geben, einen sogenannten Feed zu abonnieren, damit der Interessent immer die neuen Beiträge erhält. Beliebt ist es aber dabei aber auch, dass Interessenten selbst einen Blog gestalten und dabei die fremden Feeds in ihren Blog einbauen. Somit soll eine weitere Vernetzung und das Hervorheben von besonderen Beiträgen gewährleistet werden. Problematisch dabei wird es aber dann, wenn im Rahmen der Übertragung durch diesen Feed nicht nur Texte, sondern auch Bilder übertragen werden, was umso problematischer wird, wenn der Verfasser des Textes und der Urheber des Bildes nicht personenidentisch sind. Denn es darf nicht darauf geschlossen werden, dass durch die Möglichkeit des Feed-Abos auch ein uneingeschränktes Einverständnis der Veröffentlichung aller Inhalte dieser Beiträge vorliegt. Dies zeigt der nachfolgende Fall anschaulich.

1. Das Landgericht Berlin entschied einen Fall, bei dem der spätere Antragssteller Urheber eines Lichtbildes gewesen ist. Der spätere Antragsgegner hatte die Beiträge eines Portals mittels RSS-Feed auf seine Webseite eingestellt. Dabei konnte der Besucher der Webseite erkenne, dass die Beiträge von der anderen Webseite stammen. Unter diesen Beiträgen fand sich auch einer, der das Lichtbild des späteren Antragsstellers enthielt. Im Impressum des späteren Antragsgegners fand sich der Hinweis auf einen Haftungsausschluss ...

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