“Binder Grösswang impulse“: Spekulationsobjekt Lebensmittel?

Am 26.5.2011 stand die Binder Grösswang Talkreihe „impulse“ unter dem Thema „Spekulationsobjekt Lebensmittel?“. Eine hochkarätige Expertenrunde diskutierte unter der Moderation von Esther Mitterstieler, stellvertretende Chefredakteurin WirtschaftsBlatt, über internationale Spekulationen auf Lebensmittel: Dr. Johannes Abentung, Direktor des österreichischen Bauernbundes, Mag. Peter Brandner, Sektion Wirtschaftspolitik und Finanzmärkte im Bundesministerium für Finanzen, DI Josef Braunshofer, Geschäftsführer der Berglandmilch eGen und Ing. Mag. Gerald Steger, Vorsitzender der Geschäftsführung von café+co International Holding. Die Podiumsdiskussion fand wie immer in den Wiener Kanzleiräumlichkeiten statt.

Bauernbund-Direktor Johannes Abentung warnte: „Schon heute gibt es einen stillen Weltkrieg um Rohstoffe und Ressourcen. Der Klimawandel, das Bevölkerungswachstum, gekoppelt an steigenden Energiehunger und immer drastischere Wasser- und Ressourcenknappheit, lassen das Ausmaß der Veränderungen, vor denen wir stehen, nur erahnen. Im Jahr 2050 braucht die Weltbevölkerung um 70 bis 100% mehr Lebensmittel. Dass wir die landwirtschaftliche Produktion in Österreich und in Europa nachhaltig sichern, ist daher nichts anderes als eine Lebensversicherung.“

Peter Brandner betonte, dass die Preisentwicklungen international gehandelter Agrarrohstoffe durch marktfundamentale Faktoren sowohl angebots- wie auch nachfrageseitig erklärt werden können. Das Eingreifen der Politik, etwa durch Exportbeschränkungen, hat die Lage auf den Märkten zusätzlich verschärft. Der These, wonach spekulierende Finanzinvestoren die Preisanstiege verursacht haben, erteilt er eine Absage: „Methodisch anspruchsvolle Studien, in denen die Handelsaktivitäten auch unterschiedlicher Marktteilnehmer untersucht wurden, liefern keine empirische Evidenz für die Spekulanten-Story“ ...

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