Bullinger et al.: Urheberrechte in Museen und Archiven

Winfried Bullinger/Markus Bretzel/Jörg Schmalfuß (Hrsg.): Urheberrechte in Museen und Archiven. Mit Beiträgen von Dr. Katharina Garbers-von Boehm, LL.M., Sabine Mußotter, LL.M., Prof. Dr. Winfried Bullinger, Dr. Ole Jani. Baden-Baden 2010: Nomos Verlagsgesellschaft. 106 S., Abbildungen. Eine verständliche Einführung in das Urheberrecht für den Archivalltag ist ein Desiderat. In diesem schmalen Band geht es jedoch so gut wie ausschließlich um die Museumspraxis, ausgehend von den Foto- und Filmbeständen des Deutschen Technikmuseums Berlin. Selbstverständlich sind die Ausführungen übertragbar, aber die wirklichen �Knackpunkte� bei dem Umgang mit potentiell urheberrechtlich geschützten werden nicht erörtert. Dies betrifft etwa die Frage der Schöpfungshöhe von Gebrauchstexten oder die Frage, ob die bloße Vorlage von geschütztem Archivgut zulässig ist. Immerhin vertritt der Band � die Beiträge der einzelnen Autoren werden nicht ausgewiesen � die Ansicht, dass es zulässig ist, einzelnen Benutzern Originalfilme zu zeigen (S. 77f.). Wer sich intensiver mit dem Urheberrecht im Archivbereich befasst, wird nicht umhin kommen, sich mit dem Buch auseinanderzusetzen. Es enthält auch für den Fachmann einige lesenswerte Passagen. Ich möchte allerdings bezweifeln, dass der sehr hölzerne juristische Stil tatsächlich geeignet ist, praktische Hilfe zu geben. Zwar gibt es zu allen Themen gute �Fazit�-Abschnitte, aber schon allein die Tatsache, dass die juristischen Abkürzungen nirgends erklärt werden, spricht für sich. Das knappe Literaturverzeichnis ignoriert, dass wichtige Informationsquellen (ja, auch Wikipedia-Artikel!) kostenlos im Internet abrufbar sind. So sehr sich das nicht gerade preisgünstige Buch auch um Praxisnähe bemüht � gelungen ist es ihm aus meiner Sicht nicht ...Zum vollständigen Artikel


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