Sammlungsankauf in der Nazizeit

Die Universität Leipzig muss die altägyptische Sammlung Steindorff an die Jewish Claims Conference (JCC) zurückübertragen. Dies hat jetzt das Verwaltungsgericht Berlin entschieden.

Steindorff war jüdischer Abstammung, seit 1893 außerordentlicher Professor an der Universität Leipzig und von 1904 bis zu seiner Emeritierung 1934 Inhaber des dortigen Lehrstuhls für Ägyptologie. In dieser Zeit legte er sich die besagte Sammlung zu. 1937 verkaufte er die zum Teil bereits als Leihgabe im Ägyptischen Museum der Universität befindliche Sammlung. Deren Wert schätze er selbst auf 10.260 RM, verkaufte sie der Universität aber für 8.000 RM. 1938/39 emigrierte er in die USA, wo er 1951 verstarb.

Nach der Wiedervereinigung beantragte die Jewish Claims Conference die Rückübertragung der Sammlung. Das Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen entsprach dem Antrag.

Das Verwaltungsgericht Berlin wies die hiergegen gerichtete Klage der Universität Leipzig ab ...

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