NACHTRAG Kiener-Prozess: Vercharterung von Flugzeugen "absolut unrentabel"

Noch hat Helmut Kiener die Ankündigung seiner Verteidiger nicht wahr gemacht und erklärt, wie er den Schaden seiner Anleger und Investoren wieder gutmachen möchte. Im Betrugs-Prozess gegen den 51-jährigen Aschaffenburger vor der Wirtschaftstrafkammer des Würzburger Landgerichts hat statt dessen am Donnerstag ein Kriminalbeamter erklärt, wofür der Angeklagte Millionenbeträge ausgegeben hat.

Es ging um die beiden Flugzeuge und einen Helikopter, die über einen eigens dafür gegründeten Fonds, in den Kiener das Geld seiner Anleger steckte, finanziert wurden. Kiener hat zugegeben, ein Langstreckenflugzeug der Marke „Bombardier Global Express“ auch selbst genutzt zu haben (wir berichteten). Die Maschine sowie ein kleines Flugzeug und ein Helikopter seien aber vor allem dafür angeschafft worden, durch Vercharterung Gewinn zu erzielen, behauptet die Verteidigung.

Eine solche Form der Geldanlage ist aber absolut unrentabel. So lautet jedenfalls das Ergebnis der Ermittlungen der Kriminalpolizei, das Hauptkommissar Gerhard Hein gestern der 5. Strafkammer präsentierte. „Jedem wirtschaftlich Denkenden muss die Unrentabilität eines solchen Unternehmens zweifelsfrei bekannt gewesen sein“, sagte Hein. Selbst die Bombardier weit über 1.000 Stunden pro Jahr vermietet worden wäre, hätte das 46 Millionen US-Dollar teure Flugzeug immer noch Verluste geschrieben ...

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