Wer sich entlasten will, benötigt einen Pflichtverteidiger

Es stand eine Freiheitsstrafe von voraussichtlich deutlich unter einem Jahr im Raum. Der Angeklagte war anwaltlich vertreten. Es handelte sich um einen Wahlverteidiger. Der Angeklagte hatte mitgeteilt, aktuell über kein Einkommen zu verfügen.

Zu Beginn der Verhandlung wandte sich das Gericht an den Verteidiger mit der Frage, ob er einen Beiordnungsantrag stellen wolle. Der Verteidiger verneinte. Da die Pflichtverteidigung nicht von der Höhe des Einkommens abhängig ist, sondern u.a von der Höhe der drohenden Strafe, lag ein Antrag auf Beiordnung auch eher fern, zumal es bisweilen bizarr anmutet, zunächst auf Beiordnung zu drängen und hierbei auf eine massive Strafe zu verweisen, die dem Angeklagten drohe ...

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