Vertretungsbefristung nur bei Kausalzusammenhang

In einer jüngeren Entscheidung hat das Bundesarbeitsgericht seine Rechtsprechung zum Erfordernis des Kausalzusammenhangs bei Vertretungsbefristungen bestätigt. Danach liegt eine wirksame Vertretungsbefristung nur vor, wenn der zur Vertretung eingestellte Arbeitnehmer eine Aufgabe übernimmt, die der Arbeitgeber auch dem Vertretenen im Rahmen seines Direktionsrechts übertragen könnte.

Die Klägerin war aufgrund eines befristeten Arbeitsvertrages zur Vertretung einer im Sonderurlaub befindlichen anderen Mitarbeiterin im öffentlichen Dienst beschäftigt. Die Klägerin führte jedoch eine andere Tätigkeit als die vertretene Mitarbeiterin aus und wurde auch einer anderen Entgeltgruppe des Tarifvertrages zugeordnet. Mit ihrer Entfristungsklage macht die Klägerin die Unwirksamkeit der Befristung ihres Arbeitsverhältnisses geltend.

Wie schon die beiden Vorinstanzen gab auch das BAG der Klage statt. Nach Ansicht des Gerichts ist die Befristungsabrede nicht durch den Sachgrund der Vertretung im Sinne des § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) gerechtfertigt ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK