Opferschutz in Europa

Mit einem Maßnahmenpaket möchte die Europäische Kommission gewährleisten, dass sich Opfer überall in der EU auf bestimmte grundlegende Rechte stützen können.

Ein Tourist aus Polen wird bei einem Überfall in Paris schwer verletzt. Ein italienischer Schüler wird vor einer U-Bahn-Station in Helsinki tätlich angegriffen. Jedes Jahr werden der Polizei in der EU rund 30 Millionen Straftaten gemeldet – da jedoch von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist, dürfte die Zahl der Opfer viel höher liegen – Schätzungen zufolge bei 75 Millionen.

Für die Opfer kommt zum körperlichen und seelischen Schmerz zuweilen noch zusätzlicher Leidensdruck, wenn Polizei- und Justizbeamte es im Umgang mit ihnen an der nötigen Sensibilität fehlen lassen. Verschärft wird dieses Problem in den Fällen, in denen das Opfer einer Straftat aus einem anderen Land kommt und sich mit einer Sprache und einer Rechtsordnung konfrontiert sieht, die ihm unbekannt sind.

Die Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten in diesem Bereich weisen noch große Unterschiede auf. Daher legt die Europäische Kommission ein Maßnahmenpaket, mit dem sie gewährleisten möchte, dass Opfern in allen Ländern der EU derselbe Schutz, dieselbe Hilfe und derselbe Zugang zum Recht zuteil wird ...

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