Frechheit, mein Kollege der alte Heide verdient mehr als ich!

Zum Monatsende hüpft das Herz eines jeden Arbeitnehmers regelmäßig etwas höher. Endlich ist es soweit, der Mühe Lohn wartet auf eine Überweisung des Arbeitgebers. Der Überweisung des Arbeitgebers geht regelmäßig eine entspechende Gehaltsabrechnung voraus, aus welcher die notwendigen Parameter zur Berechnung und anschließenden Überweisung ersichtlich sind.

Was aber, wenn der Arbeitgeber aus Versehen die Gehaltsabrechnungen falsch adressiert und die Empfänger vertauscht? Ein tatsächlicher Fall aus der Praxis zeigt, dass hier mehrere Dinge zu beachten sind.

Tatsächlich verdient oder vielleicht doch nur vereinnahmt?

Spätestens seit der Bankenkrise und den Vorkommnissen rund um die Hypo Real Estate, deren Vorständen und den dazugehörigen Gehaltsforderungen wissen wir, dass Gehaltszahlungen tatsächlich nicht immer “verdient” im klassischen Sinn sein müssen, sondern manchmal auch einfach nur vereinnahmt werden. Schlägt die Versendung der Gehaltsabrechnung daher fehl und erhält die Kollegin oder der Kollege eine nicht für sie/ihn bestimmte Gehaltsabrechnung, so ist eine unerfreuliche Diskussion über “verdiente” oder “unverdiente” Gehälter meist nicht weit entfernt.

Zu allem Überfluss auch noch privatversichert

Das Ansehen gesetzlicher Versicherungen leidet angesichts der gesetzlichen Rentenversicherung ständig. Da verwundert es nicht, dass arbeitnehmerseits häufig jede Möglichkeit genutzt wird um weg von gesetzlichen Versicherungen hin zu Privatversicherungen zu gelangen. So lassen sich aber beispielsweise aus der Zugehörigkeit zu einer privaten Krankenversicherung bei Arbeitnehmern auch Rückschlüsse auf die Dauerhaftigkeit einer gewissen Mindestentgelthöhe schließen. Denn aufgrund der Versicherungspflichtgrenze gem. § 6 I Nr. 1 SGB V kann sich nur derjenige Arbeitnehmer privat versichern, der auch bereits einen bestimmten Zeitraum lang über der dort genannten Gehaltsgrenze liegt ...

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