praktische Fragen der Mietminderung

Über Mietminderungen wird in Deutschland kräftig gestritten. Aber auch wenn Berechtigung und Höhe zwischen den Parteien feststehen, hören die rechtlichen Probleme nicht auf. Für die jeweilige Hausverwaltung ist entscheidend, wie sie die Mietminderung in der Buchhaltung berücksichtigen muss. Hierzu hat der BGH ein entscheidendes Urteil getroffen.

1. Stufe: Nach Ansicht des BGH ist ist unerheblich, ob die von der Bruttomiete berechnete Mietminderung voll auf die Grundmiete oder anteilig auf Grundmiete und Vorauszahlungen verbucht wird. Hier hat die Verwaltung einen Entscheidungsspielraum. Praktikabel ist jedoch eher eine vollständige Anrechnung auf die Grundmiete.

2. Stufe:

a) Hat sich der Vermieter für die vollständige Anrechnung auf die Grundmiete entschieden, ist die weitere Buchung und Abrechnung unproblematisch. Die Grundmiete ist für den Minderungszeitraum zu kürzen.

Beispiel: Grundmiete = 500 €, Vorauszahlungen = 250 €, Minderungsquote = 20%

Berechnung: Mietminderung = 150 €, Grundmiete = 350 €, Vorauszahlungen = 250 €

Bei der Abrechnung der Betriebskosten muss hinsichtlich der Minderung nichts berücksichtigt werden. Daher ist diese Alternative zu favorisieren ...

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