Wenn es terminlich eng mit der Abgabe der Steuererklärung wird

Besonders Sparer müssen ihre Abgabefristen oft verlängern lassen, weil die Banken für 2010 noch keine Steuerbescheinigung ausgestellt haben. Bis spätestens zum 31. Mai 2011 müssen Bürger ihre Einkommensteuererklärung für 2010 beim Finanzamt eingereicht haben. Dieser gesetzliche und allgemein bekannte Termin ist nicht immer problemlos einzuhalten. So haben es einige Kreditinstitute nicht geschafft, ihren Kunden noch rechtzeitig eine Steuerbescheinigung auszustellen. Zudem haben es Anleger versäumt, bei ihren Banken einen Antrag auf Zusendung der benötigten Unterlagen zu stellen. Zwar haben sie einen Anspruch auf eine Bescheinigung über angefallene Kapitalerträge und einbehaltene Kapitalertragsteuer, doch Institute stellen diese nicht immer automatisch sondern erst auf Nachfrage aus. Nicht nur aus diesem Grund ist für Steuerzahler ein Antrag auf Fristverlängerung ratsam, worauf die Kanzlei Ebner Stolz Mönning Bachem aus Stuttgart hinweist. Denn neben Anlegern können beispielsweise auch Arbeitnehmer oder Vermieter ihre Steuererklärung nicht mehr fristgerecht abgeben, weil ihnen Unterlagen etwa über Werbungskosten fehlen. Zwar müssen Kapitaleinnahmen nicht mehr generell in die Formulare, weil mit dem Einbehalt der Abgeltungsteuer die Pflichten zumeist erledigt sind. Doch Sparer mit einer individuellen Progression unter 25 Prozent, dem Wunsch eines Verlustausgleiches und in vielen anderen Sondersituationen müssen weiterhin den Weg über das Finanzamt gehen. Um die einbehaltenen Abgaben geltend machen zu können, benötigen sie jedoch die offizielle Steuerbescheinigung ihres Kreditinstituts. In anderen Fällen, etwa der Spendenbescheinigung oder der Rechnung über haushaltsnahe Dienstleistungen ist ein Beleg sogar Voraussetzung für eine Steuerminderung ...

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