5A_875/2010: Entschädigung für Miteigentumeigentumsanteil; Passivlegitimation der Erbengemeinschaft

Das Bundesgericht hat Urteil vom 11. April 2011 (5A_875/2010) die Beschwerde gegen ein Urteil des Kantonsgerichts Wallis gutgeheissen, das an Stelle der eingeklagten Erbengemeinschaft zwei ihrer Mitglieder verurteilt hatte, einem Dritten eine Entschädigung für den Minderwert seines Miteigentumsanteils an einem Grundstück zu leisten. Der Erblasser und frühere Miteigentümer hatte seinen Anteil in einem Umfang genutzt, der mit seiner Quote nicht übereinstimmte, weshalb die Vorinstanz dem Beschwerdegegner einen finanziellen Ausgleich nach Art. 651 Abs. 3 ZGB zusprach. Die Erbengemeinschaft machte in ihrer Beschwerde erfolgreich ihre fehlende Passivlegitimation geltend. In seinen Erwägungen weist das Bundesgericht darauf hin, dass bei Passivprozessen gegen Erbengemeinschaften gilt, dass bei der Geltendmachung dinglicher Rechte alle Erben als Beklagte belangt werden müssen, weil sie als Gesamthänder nur gemeinsam über die Sache verfügen können, während die Erben in Bezug auf obligatorische Forderungen keine notwendige passive Streitgenossenschaft bilden (E. 4.1).
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