WEG-Recht – Bundesgerichtshof zur Einsichtnahme in Verwaltungsunterlagen

In seinem Urteil vom 11.02.2011 nimmt der Bundesgerichtshof zu der Thematik der Einsichtnahme in die Verwaltungsunterlagen mit zwei Leitsätzen Stellung, Aktenzeichen V ZR 66/10.

Das Recht des Wohnungseigentümers auf Einsichtnahme in Verwaltungsunterlagen ist grundsätzlich in den Geschäftsräumen des Verwalters auszuüben; dort kann der Wohnungseigentümer auf seine eigenen Kostenablichtungen Unterlagen anfertigen oder anfertigen lassen.

Der gegen den Verwalter gerichtete Anspruch auf Auskunft zu der Jahresabrechnung und zu dem Wirtschaftsplan steht allen Wohnungseigentümern gemeinschaftlich als unteilbare Leistung zu…..

Zum ersten Leitsatz:

Das Recht des einzelnen Wohnungseigentümers auf Einsichtnahme in die Unterlagen des Verwalters wird ausreichend dadurch gewahrt durch die Möglichkeit, sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in den (im zu entscheidenden Fall 21 km entfernten) Geschäftsräumen des Verwalters auf eigene Kosten Ablichtungen anzufertigen oder anfertigen zu lassen. Auch eine angebotene Kostenerstattung verpflichtet den Verwalter nicht, die Unterlagen zu übersenden.

Der BGH führt aus, dass der Anspruch auf Einsicht in sämtliche Verwaltungsunterlagen auch nach bestandskräftiger Genehmigung der Abrechnung und nach Entlastung des Verwalters selbstverständlich fortbesteht ...

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