Steuerhinterziehung als Stolperstein in der Privatinsolvenz

Falsche Angaben in einer Steuererklärung haben nicht nur strafrechtliche Bedeutung. Auch wenn der hinterzogene Steueranspruch grundsätzlich von der Restschuldbefreiung umfasst ist, kann die Falschangabe in der Steuererklärung das Verfahren insgesamt zu Fall bringen.

Steuerhinterziehung und Restschuldbefreiung

Die Restschuldbefreiung umfasst selbst im Fall einer rechtskräftigen Verurteilung auch die hinterzogenen Steuerbeträge. Dies war zunächst umstritten, da die Finanzämter der Auffassung waren, Steuerhinterziehung sei eine sogenannte “unerlaubte Handlung” und damit von der Restschuldbefreiung ausgenommen.

Zum Beispiel : bei einem Betrug (= unerlaubte Handlung) zu Lasten eines Gläubigers, ist dessen Forderung von der Restschuldbefreiung ausgenommen. Der Gläubiger kann nach Abschluss des Verfahrens wieder vollstrecken. Der Gläubiger muss bei Anmeldung seiner Forderung angeben, dass es sich um eine Forderung aus unerlaubter Handlung handelt.

Trotz Straftat stellt die Steuerhinterziehung aber nach der Entscheidung des Bundesfinanzhof (BFH) VII R 6/07 vom 19.08.2008 keine “vorsätzlich begangene unerlaubte Handlung” dar, sondern es handle es sich rechtlich gesehen auch weiterhin um einen “normalen” Steueranspruch ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK