Odyssee einer Filesharing-Abmahnung: SKW Schwarz / Schutt Waetke => Infoscore Forderungsmanagement => Haas & Kollegen

Derzeit ist ist bei Filesharing-Abmahnungen der Rechtsanwälte SKW Schwarz bzw. Schutt Waetke zu beobachten, dass diese nach Abgabe der Unterlassungserklärung und Verweigerung der Kostenerstattung nach dem 3. Aufforderungsschreiben die Lust verlieren und die - regelmäßig hochstreitige und fragwürdige - Forderung an das Inkassounternehmen Infoscore Forderungsmanagement GmbH übergeben. Diese packen dann noch (nicht erstattungsfähige) Inkassokosten nebst Kontoführungskosten dazu, blähen die Forderung weiter auf und übersenden ihr Aufforderungschreiben vorsorglich unter Umgehung der anwaltlichen Vertreter des Abgemahnten direkt an diesen. Weist man die Forderung auch gegenüber Infoscore unter Hinweis auf die Rechtslage zurück, wird die Sache unter gleichem Aktenzeichen und gleicher Kunden-Nummer (?) an die Rechtsanwaltsgesellschaft Haas & Kollegen zur weiteren Beitreibung übergeben. Selbstredend kommen dort nochmals Anwaltskosten und Auslagen dazu, bevor das Aufforderungsschreiben auf den Weg gebracht wird. Spätestens dem Schreiben der Rechtsanwälte Haas & Kollegen lässt sich die Zusammensetzung der geltend gemachten Forderung nicht mehr entnehmen. Sicher ist nur, dass die (unberechtigten) Inkassogebühren vosorglich stehen bleiben und zusätzlich (unter Missachtung der Schadensminderungspflicht) Anwaltskosten berechnet werden. Das kann man allerdings nur deshalb erahnen, weil die Berechnungen am Ende des Schreibens (Wert der Hauptforderung + Gebühren Haas & Kollegen) rechnerisch deutlich unter der angeblich zu zahlenden Hauptforderung liegen.

In dem gesamten Verfahren stecken so viele formale, rechnerische und rechtliche Fehler, dass man in diesem Stadium erst recht nicht mehr zu irgendeiner Zahlung raten kann ...

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