Bürgschaft: Bürge kann Auskünfte vom Berechtigten verlangen

Für den Bürgen kommt es oft vollkommen überraschend, dass er in Anspruch genommen wird. Ihm fehlen dann schlichtweg Informationen darüber, ob die Aufforderung, den Bürgschaftsbetrag zu zahlen, zu Recht besteht. In seinem Urteil vom 10.02.2011 gibt der Bundesgerichtshof (BGH) eine Richtschnur für Bürgen, um nicht in Verzug zu geraten. Beherzigt er diese Punkte, so kann er zusätzliche Zinsen und mögliche weitere Kosten sparen. Kommt die Inanspruchnahme aus der Bürgschaft überraschend, ist das Informationsdefizit des Bürgen meistens groß. Aus dieser Lage heraus ist verständlich, dass er sich vergewissern will, ob die Anforderung, den verbürgten Betrag zu zahlen, berechtigt ist. Die Situation ist für den aus der Bürgschaft Verpflichteten noch misslicher, wenn derjenige, für den er gebürgt hat (= Hauptschuldner) insolvent ist oder aus anderen Gründen nicht mehr für Rückfragen zur Verfügung steht. Ihm steht grundsätzlich ein Recht zu, die erforderlichen Hintergründe über das der Bürgschaft zu Grunde liegende Geschäft zu erfahren. Die Richter aus Karlsruhe legen allerdings die Messlatte für den Bürgen hoch: Der Bürge ist in solchen Fällen unbedingt verpflichtet, dem aus der Bürgschaft Berechtigten mitzuteilen, welche Unterlagen ihm fehlen, um sich ein ausreichendes Bild über seine mögliche Zahlpflicht zu machen ...Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK