Reparaturkostenersatz bei Unterschreiten der 130 %-Grenze wegen Rabattgewährung

Dazu der BGH in seinem Urt. v. 8. 2. 2011 − VI ZR 79/10 - wie folgt: “ II. 1. Die Instandsetzung eines beschädigten Fahrzeugs ist in aller Regel wirtschaftlich unvernünftig, wenn die (voraussichtlichen) Kosten der Reparatur – wie hier – mehr als 30% über dem Wiederbeschaffungswert liegen. In einem solchen Fall, in dem das Kraftfahrzeug nicht mehr reparaturwürdig ist, kann der Geschädigte vom Schädiger grundsätzlich nur die Wiederbeschaffungskosten verlangen. Lässt der Geschädigte sein Fahrzeug dennoch reparieren, so können die Kosten nicht in einen vom Schädiger auszugleichenden wirtschaftlich vernünftigen Teil (bis zu 130% des Wiederbeschaffungswerts) und einen vom Geschädigten selbst zu tragenden wirtschaftlich unvernünftigen Teil aufgespalten werden (vgl. Senat, BGHZ 115, 375 [378 ff.] = NJW 1992, 305; NJW 2007, 2917 = VersR 2007, 1244 Rdnr. 6).

[7] 2. Ob der Geschädigte, wenn es ihm tatsächlich gelingt, entgegen der Einschätzung des Sachverständigen die von diesem für erforderlich gehaltene Reparatur innerhalb der 130%-Grenze fachgerecht und in einem Umfang durchzuführen, wie ihn der Sachverständige zur Grundlage seiner Kostenschätzung gemacht hat, gleichwohl Ersatz von Reparaturkosten verlangen kann, hat der erkennende Senat in seinem Urteil vom 10. 7. 2007 noch offengelassen (vgl. Senat, NJW 2007, 2917 Rdnr. 7; Eggert, Verkehrsrecht aktuell 2009, 149 [150 ff.]) ...

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