Ist es Zeit für eine Compliance 2.0?

Interaktive Web-Anwendungen bergen erhebliche Compliance-Risiken. Die Frage nach einer „Compliance 2.0“, bei der Internetapplikationen aktiv in die Compliance-Strategie des Unternehmens integriert werden, ist dabei nicht neu. Gegenwärtig hat die Frage vor allem aufgrund des zunehmenden Cloud Computings aber wieder neue Brisanz bekommen. Der kollaborative Charakter des Internets ermöglicht es jedem Netzteilnehmer, Dienste und Inhalte zusammenzustellen und zu veröffentlichen. Unternehmen erkennen den „User Generated Content“ zunehmend als Bereicherung und Aufwertung ihrer Internet-Strategie. Doch über den Vorteilen – beispielsweise einer höheren Nutzerbindung und kostenlosem Inhalt – dürfen die Risiken nicht vernachlässigt werden. Unter dem Rechtsaspekt betrachtet, stellt das Web 2.0 alle Beteiligten vor neue Herausforderungen. Sie betreffen keineswegs nur die Unternehmen, die in ihrem Kerngeschäft mit interaktiven Web-Anwendungen zu tun haben. Der Umgang mit den Nutzern richtet sich hier sowohl an nationalen als auch nach internationalen Rechtsgrundlagen aus. Deshalb müssen alle Unternehmen im Zug von Web-2.0-Anwendungen Lösungen für eine ganzheitliche und nachhaltige Compliance-Strategie entwickeln. Interaktive Anwendungen wie Diskussionsforen oder Feedback-Plattformen stellen auf der einen Seite eine kostenneutrale Bereicherung für Unternehmen dar, auf der anderen Seite aber auch ein unmittelbares Risiko. Im schlimmsten Fall gelangen auf diese Weise unerwünschte, zum Teil rechtswidrige Inhalte in den Internet-Auftritt des Unternehmens.

Risikofaktor „User Generated Content“

Darüber hinaus können Spannungen zwischen dem Datenschutz und dem Wunsch nach Anonymität einerseits sowie der Notwendigkeit zur Erfassung von Daten des Content-Erstellers andererseits auftreten ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK