Außenprüfung: Tipps zur Gegenwehr

Führt das Finanzamt eine Lohnsteueraußenprüfung, Umsatzsteuersonderprüfung oder allgemeine Betriebsprüfung durch, droht dem Unternehmen eine saftige Steuernachforderung und dem Unternehmer ein Strafverfahren. Die Prüfer stehen unter Druck, Mehrergebnisse zu produzieren. Sie sammeln Informationen, arbeiten größtenteils aber auch mit Unterstellungen.

Es sollte ein Ansprechpartner für den Prüfer bestimmt und benannt werden. Nur diese Person darf für Anfragen und Auskünfte zur Verfügung stehen. Alle anderen Mitarbeiter sollten sich dem Gespräch mit dem Steuerprüfer konsequent entziehen und auf den Ansprechpartner verweisen.

Der Prüfer sollte aufgefordert werden, seine Wünsche nach Auskünften bzw. Vorlage von Dokumenten und Daten schriftlich zu formulieren.

Es dürfen nur Fragen nach Besteuerungsgrundlagen beantwortet werden, § 199 Abs. 1 AO, undzwar nur in Bezug auf die Steuerarten und Zeiträume, die Gegenstand der Prüfungsanordnung sind.

Darüber hinaus gehende Fragen, die keinen unmittelbaren Bezug zur Besteuerung aufweisen und im Regelfall nur dazu dienen, Zweifel an der Buchhaltung und den Aufzeichnungen zu wecken, müssen und sollten nicht beantwortet werden.

Vorsicht ist insbesondere geboten, wenn im Rahmen der Prüfung verlangt wird, Fragebögen auszufüllen. Im Zweifel ist zu jeder Frage rückzufragen, inwiefern sie für die Besteuerung relevant sein soll.

Solange die Finanzverwaltung keine Anhaltspunkte beweisen kann, die geeignet sind, Zweifel an der Richtigkeit der Buchführung zu begründen, ist die Buchführung der Besteuerung zugrunde zu legen, § 158 AO. Abschweifende Fragen des Finanzamts dienen in der Regel nur dem Zweck, Anhaltspunkte für Zweifel an der Buchführung zu konstruieren. Auf diese Weise wird juristisch die Tür geöffnet, zu Lasten des Steuerpflichtigen von der Buchhaltung abzuweichen ...

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