Fahrsicherheitstraining ist kein Rennen

Das Oberlandesgericht Koblenz hat mit Urteil vom 14. März 2011 entschieden (Az.: 12 U 1529/09), dass ein Teilnehmer an einem Fahrsicherheits-Training nach einem unverschuldeten Unfall auch Anspruch auf Zahlung von Schadenersatz und Schmerzensgeld hat, wenn er zuvor erklärt hat, an dem Training auf eigene Gefahr teilzunehmen. Im August 2008 hatte der Kläger auf dem Nürburgring mit seinem Motorrad an einem Fahrsicherheits-Training teilgenommen. Dabei war er wegen eines Fahrfehlers eines anderen Teilnehmers gestürzt und wurde bei dem Unfall erheblich verletzt, sein Motorrad außerdem beschädigt. Der Versicherer des Unfallverursachers wies die Schadenersatz- und Schmerzensgeld-Forderungen des Klägers mit dem Argument zurück, dass in den auch von ihm unterschriebenen Teilnahmebedingungen vereinbart worden war, dass die Teilnehmer untereinander für Personen- und Sachschäden nur dann einzustehen hätten, wenn diese durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit verursacht werden. Außerdem sei auch ein stillschweigender Haftungsausschluss vereinbart worden. Denn es habe kein Versicherungsschutz bestanden, weil die Teilnehmer vor dem Training alle gefährlichen Teile ihrer Motorräder abkleben mussten. Dadurch sei die Betriebserlaubnis erloschen ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK