Ebay-Recht: Accountinhaber haftet nicht zwangsläufig bei unbefugter Nutzung seines Accounts

Der Bundesgerichtshof, Urteil vom 11.05.2011, Az.: VIII ZR 289/09 hat entschieden, dass der Accountinhaber eine Ebay Kontos nicht zwangsläufig vertraglich für Erklärungen haftet, die ein Dritter unter unbefugter Verwendung dieses Kontos abgegeben hat.

Im März 2008 wurde über das Ebay Konto der Beklagten eine komplette Gastronomie-Einrichtung mit einem Startgebot von 1 € zum Verkauf angeboten. Der Kläger gab hierauf ein Maximalgebot von 1.000 € ab. Einen Tag danach wurde das Angebot vorzeitig durch Rücknahme beendet. Zu diesem Zeitpunkt war der Kläger der Höchstbietende. Er verlangte daher von der Beklagten Zug um Zug gegen Zahlung der 1.000 € Eigentumsverschaffung an der Gastro-Einrichtung. Der Wert der Gastro-Einrichtung wurde mit 33.820 € beziffert. Nach Ablauf der gesetzten Frist verlangt er Schadenersatz in Höhe von 33.820 €.

Die Beklagte behauptete, dass das Angebot ohne deren Beteiligung und ohne Ihr wissen von Ihrem Ehemann eingestellt wurde, was der Kläger bestritt. Auch bezog er sich auf § 2 Ziffer 9 der Ebay-AGB, welcher wie folgt lautet.

"Mitglieder haften grundsätzlich für sämtliche Aktivitäten, die unter Verwendung ihres Mitgliedskontos vorgenommen werden."

Sowohl das Landgericht Dortmund als auch das Oberlandesgericht Hamm gaben der Beklagten Recht. Der Bundesgerichtshof bestätigte die Rechtsauffassung ...

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