Helmut Kiener: "Es war auch Eigennutz dabei"

Exakt 10 Wochen und 10 Verhandlungstage waren am Donnerstag im Prozess um die Millionen-Betrügereien des Aschaffenburger Fonds-Managers Helmut Kiener (51) ins Land gezogen, und bei den Verhandlungen im Hintergrund über einen prozessverkürzenden „Deal“ zwischen hat es zwischen den Beteiligten immer noch keine Einigung gegeben. Ganz im Gegenteil: Die Vorstellungen über die zu verhängende Strafe scheinen immer noch sehr weit auseinander zu liegen.

Was Kiener am Donnerstag, während ein Zeuge vom Gericht befragt wurde, seinen Verteidigern zu sagen hatte, lässt zumindest den Schluss zu, dass die Staatsanwaltschaft zuletzt ein Angebot unterbreitet hat, das dem 51-Jährigen gar nicht schmeckt: „Ich bin geschockt. Ich gehe auf's Ganze!“, sagte der 51-Jährige, der einen Teil der ihm zur Last gelegten Taten eingeräumt hat.

Einen Teil der Schuld sieht Kiener bei den an seinen Fonds beteiligten Banken, denen er mangelnde Kontrolle ihrer Anlagen vorwarf. Vieles spricht dafür, dass der Prozess sich noch Monate hinziehen wird. Kiener sitzt seit Oktober 2009 in Untersuchungshaft und wird in wenigen Wochen hinter Gittern seinen 52. Geburtstag feiern.

Am vergangenen Dienstag hatte er auf Fragen von Staatsanwalt Martin Gallhoff eingeräumt, dass eine Villa in Florida, ein Hubschrauber und zwei Flugzeuge mit dem Geld der Banken nicht nur angeschafft wurden, um Gewinne zu erwirtschaften. „Es war auch Eigennutz dabei“, so Kiener. Ausstatten ließ er die Villa nach dem ortsüblichen luxuriösen Standard mit Heimkino und Zentralsteuerung ...

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