Nach dem Unfall zu früh geklagt...

hatte der Geschädigte im Falle des OLG Koblenz: Beschluss vom 20.04.2011 - 12 W 195/11 = BeckRS 2011, 09722. Offenbar ging dem Kläger die Sachbearbeitung bei der Haftpflichtversicherung des Gegners zu langsam. Im Rahmen der Kostenentscheidung nach § 91a ZPO unterlag der Geschädigte dann:

"Nachdem die Parteien in dem am 25.01.2011 festgestellten Vergleich bestimmt haben, dass das Gericht über die Kosten des Rechtsstreits befinden solle, ist gemäß § 91 a ZPO über die Kosten zu entscheiden. Dies führt dazu, dass die Kosten des Rechtsstreits dem Kläger aufzuerlegen sind.

Soweit die Beklagten die Forderung des Klägers erfüllt haben, ist der Rechtsgedanke des § 93 ZPO zu berücksichtigen. Die Klageschrift ist am 15.09.2010 bei dem Landgericht eingegangen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Beklagten noch keine Veranlassung zur Erhebung der Klage gegeben.

Dem Haftpflichtversicherer, der nach einem Verkehrsunfall in Anspruch genommen wird, ist bei durchschnittlichen Verkehrsunfällen im Regelfall eine Prüfungsfrist von 4 bis 6 Wochen zuzubilligen, vor deren Ablauf eine Klage nicht veranlasst ist (Zöller/Herget, ZPO, 28. Aufl., § 93 Rndr. 6 Stichwort Haftpflichtversicherung; Himmelreich/Halm, Handbuch der Kfz-Schadensregulierung, Rndr. 172). Da es sich vorliegend um einen durchschnittlichen Verkehrsunfall handelt, ist die genannte Regelfrist von 4 bis 6 Wochen maßgeblich.

Der Kläger hat die Beklagte zu 2) mit Schreiben vom 06 ...

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