(Strafverteidiger Berlin) BGH vom 13.4.11: Urteil wegen Raubüberfall auf Stuttgarter Unternehmer rechtskräftig (1 StR 77/11)

Das Landgericht Stuttgart hat vier Angeklagte wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit versuchtem erpresserischen Menschenraubes und gefährlicher Körperverletzung bzw. wegen Beihilfe hierzu zu Freiheitsstrafen von sechs Jahren, neun Jahren, zehn Jahren und elf Jahren verurteilt.

Nach den Feststellungen des Landgerichts hatten die aus Sizilien stammenden, in Deutschland teilweise bereits strafrechtlich in Erscheinung getretenen Angeklagten enge private (teils familiäre) und berufliche Kontakte. Anfang Oktober 2009 fassten sie den Entschluss, einen wohlhabenden Unternehmer aus Stuttgart zu überfallen und auszurauben. Sie beschafften sich ein Fahrzeug und kundschafteten das Verhalten ihres Opfers aus.

Am 21. November 2009 begaben sich dem Tatplan entsprechend drei der Angeklagten – der vierte wartete in einer Gaststätte – zusammen mit einem bislang unbekannten Mittäter zum Anwesen des Opfers. Sie trugen Masken mit Sehschlitzen und führten scharf geladene Schusswaffen (darunter eine Pistole Kaliber 9mm Makarow) mit sich, die sie bereit waren, im Notfall auch zu gebrauchen. Sie nahmen billigend in Kauf, dass ihr Opfer dabei ums Leben kommen könnte. Dies war ihnen jedoch egal, sie wollten um jeden Preis an das in einem Tresor vermutete Geld in Höhe von mehreren tausend Euro. Gegen 23:00 Uhr kam der Unternehmer nach Hause. Er war – womit die Angeklagten nicht rechneten – in Begleitung seiner Lebensgefährtin, die auch das Fahrzeug lenkte. Nach dem Einfahren in die Garage verließen beide ihr Fahrzeug ...

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