Doch auch finanzielle Motive für Kieners Taten

Neun Wochen ist der Prozess um Helmut Kieners millionenschweren Betrügereien vor dem Würzburger Landgericht mittlerweile alt. Gestern hat der 51-Jährige erstmals persönliche finanzielle Motive für seine Taten eingeräumt: „Ich habe gut dabei verdient“, sagte Kiener. Und: „Ich wollte weiter meinen Lebensunterhalt verdienen.“

Dass er bereits mehrere Jahre vor seiner Verhaftung im Oktober 2009 damit begann, die Werte und Gewinne seiner beiden K1-Fonds höher darzustellen als sie wirklich waren, hat Kiener zugegeben. Jeden Monat schickte er Kontoauszüge und Finanz-Statements an seine Buchhalter und Buchprüfer, die die Zahlen dann in Gewinne für die Anleger umrechneten. Und als seine Fonds nicht mehr die „Performance“ brachten, die Kiener erwartete, erhöhte er einfach die Beträge auf den Auszügen. „Ich habe es einmal gemacht und kam damit durch. Dann hat es sich eingeschliffen. Irgendwann denkt man dann, das ist normal“, sagte Kiener.

Hätte er seine Kunden über die wahren Verhältnisse der Fonds informiert, „dann hätten sicher die meisten Anleger gekündigt und es wären keinen neuen mehr gekommen“, so der 51-Jährige. Die große Erwartungshaltung seiner Vertriebspartner nach den ersten Erfolgen sind nach seinen Worten ebenso Grund für den Betrug gewesen wie die Angst vor Schadensersatzklagen und strafrechtlichen Konsequenzen ...

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