Designstreit: Berliner Bär von 39 cm großem Porzellan-Teddy niedergestreckt

Buddy Bär; Foto: Floridi

Wohl jeder Berliner kennt sie: Die 2 m großen Berliner Buddy Bären als Alternative zum offiziellen Berliner Wappentier. Im Jahre 2001 von Eva und Klaus Herlitz in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Künstler und Bildhauer Roman Strobl entwickelt, stehen sie seit 2002 an verschiedenen Standorten in Berlin und mittlerweile in vielen anderen Städten der Welt. Vier verschiedene Bären-Modelle wurden entworfen und von verschiedenen Künstlern farblich gestaltet.

Das Modell „Tänzer“ wurde am 24.02.2011 vor dem Oberlandesgericht Hamm von einem 39 cm großen Porzellan-Teddy ausgebremst. Welche Auswirkungen das auf die Charity-Aktivitäten der Buddy Bären hat, ist DESIGNSCHUTZnews nicht bekannt. Bisher hat das Projekt 1,7 Mio. EUR an Spenden für das Kinderhilfswerk der UNICEF eingebracht.

links "Teddy", rechts "Buddy Bär"; Quelle: OLG Hamm

Was war geschehen: Der Berliner Buddy Bär erblickte in dem kleinen Porzellanbruder einen unerwünschten Clone und wollte dessen Vermehrung und Verbreitung verhindern. Die den Designstreit entscheidenden Richter erkannten den 2001 eingetragenen Geschmacksmusterschutz sowie den parallel bestehenden Urheberrechtsschutz des Buddy Bären durchaus an und bekundeten ihre Symphatien mit ihm. Sie sahen in dem Porzellan-Teddy jedoch kein Plagiat, sondern eine eigenständige Bärenart. Gegen diese Entscheidung legte der Buddy Bär Berufung ein und bekam nun vom OLG Hamm die fehlende Verwandtschaftsbeziehung noch einmal bestätigt.

Die Richter führen aus: Nach dem Gesamteindruck zeigt sich keine maßgebliche charakteristische Ähnlichkeit der Verletzerfigur (Teddy) gegenüber dem Geschmacksmuster (Buddy Bär). Das Gesicht und die Nase wirken wie auch die Gesamtdarstellung überaus spielzeugsartig, keinesfalls naturalistisch wie beim “Buddy Bär″ ...

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