Provisionshinweis muss stets objektbezogen sein

Maklerverträge müssen in der Regel nicht schriftlich abgeschlossen werden. Sie können auch durch schlüssiges Handeln zustande kommen. Der konkludente Abschluss von Maklerverträgen führt in der Praxis aber immer wieder zu Streitigkeiten, wie ein aktuelles Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt (Urt. vom 25.3.2011 - Az. 19 U 217/10) zeigt: Der Kunde hatte sich für mehrere Objekte der Maklerfirma interessiert. Bei diesen erfolgte wohl ein Hinweis auf die Provisionspflichtigkeit. Ob dies auch für das konkrete Objekt erfolgt, konnte die Maklerin nicht nachweisen. Zwar hatte die Maklerfirma dieses Objekt Jahre zuvor schon einmal dem Kunden angeboten und sich einen Objektnachweis unterzeichnen lassen. Damals war dies jedoch noch ein Baugrundstück und darüber hinaus hatte der Eigentümer gewechselt. Bei dieser Sachlage besteht kein Provisionsanspruch der Maklerin. Denn ein konkludent geschlossener Maklervertrag erfordert es, dass der Makler vor seiner Nachweis- oder Vermittlungstätigkeit auf die Provisionspflichtigkeit seiner Tätigkeit ausdrücklich hinweist und der Maklerkunde in Kenntnis dessen Leistungen des Maklers in Anspruch nimmt und diese ursächlich sind für den Abschluss des Hauptvertrages. Dabei bedarf es stets eines objektbezogenen Hinweises des Maklers auf die Provisionspflichtigkeit seiner Maklertätigkeit ...Zum vollständigen Artikel


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