Ist die Tötung Osama bin Ladens der Folter zu verdanken?

Es ist aus meiner Sicht eine fast schon gespenstische Debatte, die heute in den USA geführt wird.

Noch ist nicht klar, wie die Tötung Osama bin Ladens genau geschah. Es gibt dazu widersprüchliche Berichte aus nur einer Quelle (er war "bewaffnet"/"unbewaffnet"; "Frau als Schutzschild"; "keine Frau als Schutzschild"; "nach Widerstand gegen geplante Festnahme getötet"; "in kill mission erschossen") und ob sie völkerrechtlich gerechtfertigt werden kann, wird unterscheidlich bewertet. Dass irgendjemand die Umstände der Tötung unabhängig untersuchen kann, haben die Verantwortlichen dadurch verhindert, dass sie den Leichnam in kürzester Zeit ohne Not an unbekannter Stelle im Meer versenkt haben. Die These, man habe dadurch islamischen Bräuchen genügen wollen, halte ich für wenig glaubhaft.

Aber nun meldet sich ein früherer Advokat der Bush`schen Folterpolitik aus der Versenkung und meint, es sei der Folterpraxis zu verdanken, dass man Osama bin Laden in Pakistan überhaupt aufgespürt habe (Quelle).

John Yoo, der vor einigen Jahren in einer öffentlichen Diskusion bestätigte, dem US-Präsidenten sei es unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, Kinder von Terroristen zu foltern, sagt Präsident Obama habe von der Folter profitiert:

According to anonymous government sources quoted in the press today, it was the interrogation of al-Qaeda leaders that led to the identification of the courier, who led us to bin Laden’s hiding place. Reports suggest that Khalid Sheikh Mohammed himself may have given up the identity of the courier ...

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