Fortsetzung: Der Fall Stephan Lucas – Die Verhandlungstage

Fortsetzung:

Der Prozess vor dem Landgericht Augsburg gegen den Strafverteidiger Stephan Lucas wurde vom 15.01.2011 bis zum 02.04.2011 verhandelt.

Am ersten Verhandlungstag stellten die Verteidiger von Lucas einen Antrag auf Unzuständigkeit des Landgerichts Augsburgs. Dieser wurde jedoch zurückgewiesen, da das Landgericht für die Revisionsschrift, in der der Straftatbestand der Strafvereitelung verwirklicht worden sein soll die „schlichte Durchgangsstation“ auf den Weg nach Karlsruhe zum Bundesgerichtshof sei. Zudem erklärten sie Verteidiger, dass sich Lucas nicht vor Gericht äußern werde.

Am zweiten Verhandlungstag sollten die beiden Richter vernommen werden, die in ihrer dienstlichen Stellungnahme dem Revisionsvorbringen von Lucas widersprochen hatten. Einer der Richter erklärte, dass zu keinem Zeitpunkt Strafober-/untergrenzen oder Zusagen gemacht worden seien. Er wird unbeeidigt aus dem Zeugenstand entlassen. Der andere Richter erklärte, dass er sich zwar vage an ein Gespräch mit Lucas in seinem Dienstzimmer in dieser Sache erinnern könne, jedoch keine genauen Angaben mehr machen könne. Auch konkrete Zahlen seien nicht genannt worden.

Während des dritten Verhandlungstags wurde thematisiert, dass nach Ermittlungen der Verteidigung der am Gespräch mit Lucas maßgeblich beteiligte Richter selbst gegenüber anderen auf den Deal verwiesen habe. Zudem wurde der damalige Mandant von Lucas als Zeuge gehört. Dieser berichtete von den Angeboten, die ihm während des Verfahrens gemacht worden waren. Auf Nachfrage erklärte er, dass er nicht mehr wisse, ob er Lucas beauftragt habe Deals auszuhandeln. Jedoch sei im Gespräch gewesen, das man hätte herausfinden wollen, worauf das Gericht hinaus wolle. Danach wurde der damalige Staatsanwalt als Zeuge gehört ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK