Entschädigung für Videoüberwachung durch Arbeitgeber

Das Hessische Landesarbeitsgericht hat einen Arbeitgeber zur Zahlung einer Entschädigung von 7.000 € verurteilt, weil er eine Mitarbeiterin mindestens seit Juni 2008 an ihrem Arbeitsplatz permanent mit einer Videokamera überwachte.

Die kaufmännische Angestellte arbeitete in einer hessischen Niederlassung eines bundesweit aktiven Unternehmens. Gegenüber der Eingangstür des Büros hatte der Arbeitgeber eine Videokamera angebracht, die nicht nur auf den Eingangsbereich, sondern im Vordergrund auch auf den Arbeitsplatz der Klägerin gerichtet war. Mit ihrer Klage machte die Mitarbeiterin Schadensersatzansprüchen wegen Persönlichkeitsverletzung geltend. Das erstinstanzlich hiermit befasste Arbeitsgericht Wetzlar verurteilte den Arbeitgeber zur Zahlung einer Entschädigung von 15.000,- €. Die vom Arbeitgeber gegen dieses Urteil eingelegte Berufung hatte vor dem Hessischen Landesarbeitsgericht in Frankfurt/Main nur zum Teil hinsichtlich der Höhe der Entschädigung Erfolg.

Weder das Arbeitsgericht Wetzlar noch das Hessische Landesarbeitsgericht ließen die Einwendungen des Arbeitgebers gelten ...

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