Mit bester Empfehlung vom Schönheitschirurgen

Schönheitschirurgen können bei Vorliegen eines hinreichenden Grundes ihren Patienten ein bestimmtes Kosmetikinstitut empfehlen. Mit dieser Begründung hat jetzt das Berufsgericht für Heilberufe bei dem Verwaltungsgericht Gießen, das hessenweit für die Ahndung von Verstößen von Ärzten, Zahnärzten, Psychologen, Apothekern und Tierärzten gegen das einschlägige Berufsrecht zuständig ist, eine Ärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie vom Vorwurf der unzulässigen Zusammenarbeit mit einem Anbieter gewerblicher Leistungen freigesprochen.

Die Landesärztekammer hatte, aufgrund der Anzeige eines Konkurrenten, Anstoß daran genommen, dass ein Geschäft, das u.a. auch Kosmetikartikel verkaufte und ein Kosmetikinstitut unterhielt, Werbung mit der Aussage betrieb, es biete in Kooperation mit der Praxis der Beschuldigten spezielle Serviceangebote an. Die Beschuldigte hatte zwar die Werbung nicht gestattet und nach Kenntniserlangung auch unterbunden, räumte aber eine mündlich abgesprochene Kooperation dahingehend ein, dass in Einzelfällen, insbesondere nach einem operativen Eingriff, falls die Patientin dann nicht mehr mit der bis dahin geübten Schminktechnik zurecht komme, dieses Geschäft, insbesondere der Visagist , von ihr empfohlen worden sei. Umgekehrt habe das Geschäft auf Nachfrage von Kundinnen, bei denen kosmetische Behandlungen allein keine Wirkungen mehr entfalteten, für die Durchführung kosmetischer Eingriffe eine Kontaktaufnahme mit ihrer Praxis empfohlen ...

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