Verflucht! Wenn ein Gericht mit dem Curser den Mouseover-Effekt auslöst.

Deutschen Gerichten wird ja häufig - und teil auch zurecht - vorgeworfen, nicht sonderlich technikaffin zu sein. So soll es Richter geben, denen zunächst erklärt werden muss, was ein Browser, eine URL oder auch ein Hyperlink eigentlich ist - ganz zu schweigen von schwierigeren technischen Themen (eine Auswahl an launigen Beispielen ist unter www.daufaq.de zu bewundern). Es ist zu beobachten, dass die Anzahl dieser Richter abnimmt, und teilweise werden auch schon "digital natives" an den Gerichten gefunden. Das Oberlandesgericht Frankfurt durfte sich jetzt in einer wettbewerbsrechtlichen Sache mit dem so genannten "Mouseover-Effekt" beschäftigen. (Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob sie nicht eher einen so genannten "Tool-Tip" meinten - berühren Sie doch mit der Maus mal den voranstehenden Link "Tool-Tip", damit Sie sehen, was ich meine.) Inhaltlich ging es in dem Rechtsstreit darum, dass einem Unternehmen die Verwendung eines Slogans "Wir schlagen jeden Preis" im Internet untersagt worden war. Das Unternehmen verwendete danach aber den Slogan auf ihrer Homepage weiter, klärte aber in den ebenfalls im Internet zugänglichen AGB über den genauen Inhalt des Slogans auf. Wettbewerbsrechtlich gilt ein solches Verhalten in der Regel nicht als Verstoß gegen das ursprüngliche Unterlassungsgebot - das Unternehmen hat ja den Slogan nicht unverändert wieder eingesetzt ...Zum vollständigen Artikel


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