Der Fall “Stephan Lucas” sowie die Folgen – Teil 1

Vor dem Landgericht Augsburg muss sich seit dem 13.01.2011 der Strafverteidiger Stephan Lucas wegen Strafvereitelung verantworten. Ihm wird vorgeworfen in einem Revisionsbegründungsschriftsatz vorgetragen zu haben, dass es zu Beginn eines dann doch ein Jahr dauernden Betäubungsmittel-Verfahrens ein Angebot für einen Deal der Berufsrichter für den Fall eines Geständnisses hinsichtlich der angeklagten 26 Straftaten gegeben habe. Sein Mandant solle danach eine Verurteilung unter fünf Jahren Freiheitsstrafe erhalten. Schließlich wurde sein Mandant zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren und sechs Monaten verurteilt und es konnten ihm sieben Taten nachgewiesen werden. In 19 Fällen wurde er freigesprochen. Lucas rügte daher in seiner Revisionsbegründungsschrift einen Verstoß gegen den Grundsatz des fairen Verfahrens.

Die Richter bestritten die Abgabe eines Angebots zu einem solchen Deals ...

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