Onlinerecht: Haftet der Accountinhaber bei eBay immer als Vertragspartner

Streitigkeiten zwischen Onlinehändler und Verbraucher beziehen sich meistens darauf, ob die angebotene Ware der versendeten Ware entspricht oder ob das dem Verbraucher gesetzlich zustehende Recht auf Widerruf wirksam und fristgerecht ausgeübt wurde. Immer wieder kommt es dabei auch zu Streitigkeiten darüber, ob dem Käufer die Verbrauchereigenschaft zukommt. Abgesehen von den Fällen, in denen der Käufer durch bestimmte Tatsachen wie ein Unternehmer auftritt, ist dies immer dann strittig, wenn der Käufer entweder die Ware von einem Geschäftskonto zahlt oder aber sich die Ware an eine Geschäftsadresse versenden lässt. Auch in dem nachfolgenden Fall geht es um eine solche Konstellation.

1. Das Amtsgericht Rostock hatte sich mit folgenden Fall zu beschäftigen: Der spätere Beklagte war Inhaber eines eBay-Account und bot über diesen verschiedene Waren an. Die spätere Klägerin, eine Verbraucherin, kaufte über diese Onlinehandelsplattform vom späteren Beklagten einen Computer. In ihrem Account hatte diese eine abweichende Liefer- und Rechnungsadresse benannt, wobei dort eine GmbH genannt war. Nach Zahlung des Kaufpreises und Lieferung der entsprechenden Ware machte die spätere Klägerin von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch und verlangte die Rückzahlung des Kaufpreises ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK