Kaskoversicherung: Vandalismusschaden richtig versichern

Das Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Urteil vom 24. November 2010 entschieden (Az.: IV ZR 248/08), dass Schäden, die ein Täter nach einem missglückten Entwendungsversuch mutwillig, z.B. aus Enttäuschung oder Verärgerung, an einem versicherten Fahrzeug verursacht, nicht Gegenstand einer Teilkaskoversicherung sind. Für seinen Motorroller hatte der Kläger eine Teilkaskoversicherung abgeschlossen. In einer Frühjahrsnacht des Jahres 2007 versuchte ein unbekannter Täter, den Motorroller zu stehlen. Nachdem der Täter vergeblich versucht hatte, die eingerastete Lenkersperre zu überwinden, warf er den Roller, offenkundig aus Enttäuschung über den gescheiterten Diebstahlversuch, um und beschädigte ihn schwer. Die durch die Reparatur des Motorrollers entstandenen Kosten in Höhe von ca. 600,- Euro macht der Kläger unter Abzug der vertraglich vereinbarten Selbstbeteiligung gegenüber seinem Teilkaskoversicherer geltend. Jedoch lehnte es der Versicherer ab, den Schaden zu bezahlen. Er vertrat die Ansicht, dass der Schaden nämlich nicht etwa Folge eines versicherten Diebstahls, sondern einer mut- und böswilligen Handlung sei, die aber lediglich im Rahmen einer Voll-, nicht aber einer Teilkaskoversicherung versichert sei. Der Motorroller-Besitzer berief sich in seiner gegen den Versicherer eingereichten Klage darauf, dass eine Teilkaskoversicherung bedingungsgemäß unter anderem den Ersatz von Beschädigungen des Fahrzeugs „durch Entwendung, insbesondere Diebstahl“ beinhaltet. Nach seiner Meinung hatte ihm sein Versicherer daher Versicherungsschutz zu gewähren ...Zum vollständigen Artikel


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