Gleiche Stelle, gleiche Welle

Mein Mandant hat sich womöglich im Straßenverkehr nicht ganz korrekt verhalten. Zu Schaden gekommen ist niemand, aber von dem güldenen Getränk und dem weißen Pulver auf einer After-Work-Party, was auch immer es war, dröhnte ihm noch am nächsten Tag der Kopf.

Nachdem ich von der Sache erfahren hatte, klingelte ich den zuständigen Kommissar im Verkehrsdezernat an. Der hatte die Unterlagen schon von den Polizisten erhalten, die meinen Mandanten in einer nordrhein-westfälischen Mittelstadt auf dem Heimweg von der Feier rausgewunken hatten. Den Führerschein konnten sie nicht einbehalten, denn der lag noch zu Hause.

Eigentlich wollte ich den Kommissar fragen, ob und wie wir vielleicht um eine vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis rumkommen. Danach hätte ich auch den Staatsanwalt angerufen, denn der hat das letzte Wort. Große Erwartungen hatte ich nicht. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

All das war jedoch nicht erforderlich, denn mir kam eine glückliche Fügung zur Hilfe. Unser Gespräch entwickelte sich so:

Soll ich schnell ein Fax schicken? Mein Mandant hat doch Familie…

Machen Sie sich keinen Stress. Hier passiert sowieso nichts.

Nein?

Nö, es ist jetzt 14.25 Uhr. In fünf Minuten bin ich vier Wochen weg ...

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