Die 56-jährige Spätgebärende, die verheiratete Leihmutter und das Verwaltungsgericht

Abstammungsfragen und ihre Folgen werden immer komplexer.

Pressemitteilung des VG Berlin vom 27.04.2011:

Das VG Berlin (Entscheidung v. 15.04.11 - VG 23 L 79.11) hat entschieden, dass die Ausstellung eines deutschen Reisepasses für ein in Indien geborenes Kind auch dann unzulässig ist, wenn es biologisch nachweislich von einem deutschen Staatsangehörigen abstammt.

Der Antragsteller, ein im Dezember 2010 in Indien geborenes Kind, hatte bei der Deutschen Botschaft die Ausstellung eines deutschen Reisepasses beantragt. Die Botschaft hatte dies abgelehnt, weil die deutsche Staatsangehörigkeit des Kindes fraglich sei.

Das VG Berlin hat diese Rechtsansicht im Eilverfahren bestätigt.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts darf ein deutscher Reisepass nur Deutschen ausgestellt werden. Schon Zweifel hieran genügten, um den Pass zu verweigern. Solche Zweifel bestünden auch hier. Die deutsche Staatsangehörigkeit werde zwar bereits dann vermittelt, wenn ein Elternteil diese Staatsangehörigkeit besitze ...

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