Nicht alle Steuerpflichten erledigt die Bank

Auch unter der Abgeltungsteuer muss eine Reihe von Kapitalerträgen in die Steuererklärung für 2010. Einige Angaben sind freiwillig und andere verpflichtend. Das Steuersystem 2009 macht vieles deutlich einfacher. Die Banken nehmen zum Teil ihren Kunden die fiskalische Arbeit ab und die Steuererklärung wird spürbar schlanker. Der alljährliche Kampf mit den Anlagen KAP, SO und AUS kann in einigen Fällen sogar entfallen, da bereits die Kreditinstitute von den Kapitalerträgen die Abgeltungsteuer von pauschal 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer einbehalten und abgeführt haben. Die Kanzlei Ebner Stolz Mönning Bachem aus Stuttgart weist jedoch mit Blick auf die anstehende Einkommensteuererklärung für 2010 darauf hin, dass Zinsen, Dividenden oder Börsengewinne dem Finanzamt oftmals weiter deklariert werden müssen. In einigen Fällen kann sich das sogar lohnen, um Abgeltungsteuer erstattet zu bekommen. So sollten Anleger, deren individuelle Progression unter den Abgeltungsteuersatz von 25 Prozent liegt, weiterhin ihre Kapitalerträge fürs Finanzamt auflisten, um ggf. zu viel gezahlte Steuern erstattet zu bekommen. Das Finanzamt prüft dann bei der Steuerfestsetzung von Amts wegen, ob die Anwendung der allgemeinen Regelungen (insbesondere unter Berücksichtigung des Grundfreibetrags und des Altersentlastungsbetrags) zu einer niedrigeren Steuerfestsetzung führt ...

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