BAG hebt Vorinstanzen auf und gibt Arbeitnehmer wegen möglichem Anspruch auf Schadensersatz Recht +++ Arbeiten mit asbesthaltigem Material auf Anweisung des Vorgesetzten kann Schadensersatz auslösen

BAG vom 28.04.2011: Die Anweisung an einen Arbeitnehmer, mit asbesthaltigem Material ohne Schutzmaßnahmen zu arbeiten, kann die bewusste Inkaufnahme von Gesundheitsschäden des Arbeitnehmers beinhalten. Das LAG Sachsen Anhalt wurde aufgehoben und die Sache zu weiteren Aufklärung zurück verwiesen.

Der Fall nach der Pressemitteilung des BAG: Die Stadt haftet für mögliche Schäden, die der Kläger aufgrund der Arbeiten mit asbesthaltigen Bauteilen erleidet, nur dann, wenn der für den Kläger zuständige Vorgesetzte ihm die Tätigkeit zugewiesen hat, obwohl ihm bekannt war, dass der Kläger damit einer besonderen Asbestbelastung ausgesetzt war und wenn er eine Gesundheitsschädigung des Klägers zumindest billigend in Kauf genommen hat (sog. bedingter Vorsatz). Ob diese Voraussetzungen für eine Haftung der beklagten Stadt vorliegen, muss das Landesarbeitsgericht aufklären ...

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