Folterpraxis “im Detail” nicht bekannt

Es war kein ergiebiger Tag im Münchner “GIMF” Verfahren. Ein Zeuge des BKA sagte wenig Neues, ein weiterer vom LKA Rheinland-Pfalz hatte sich schlecht vorbereitet und / oder war eigentlich der falsche Mann für die Fragen des Senats. Ein noch nicht rechtskräftig verurteilter Terrorist sprach sinnbildlich “55” und verweigerte damit die Aussage. Und auch ein Beamter aus Bremen trug wenig zum Fortgang der Dinge bei. Trotzdem gab es interessante Erkenntnisse.

Der BKA-Beamte berichtete zunächst über seine Ermittlungen zu Emails, die zwischen Aleem Nasir, dem Schleuser “Zain” und möglicherweise Renee Marc S. geschickt worden sein sollen. Weite Teile dieser Ermittlungen waren schon Gegenstand des ersten und zweiten Koblenzer Al Qaida-Verfahrens. In der Kurzfassung: Es gibt insgesamt 15 Emails, die zwischen Servern in Deutschlund und dem Iran hin- und hergeschickt wurden, die einigen Anlass zur Annahme geben, dass Aleem Nasir mit diesen Mails die Schleusung von Bekkay Harrach nach Pakistan eingeleitet und die von Renee Marc S. versucht haben soll.

In diesem Verfahren wird es unter anderem darum gehen, ob Nasir auch Renee Marc S. vermitteln wollte. Schon das Koblenzer Gericht war sicher, dass er der Ali sei, der im Hotel Dorsa im Iran im Zimmer 403 auf seinen Schleuser wartete. Vieles spricht dafür, berichtete heute der BKA-Beamte. Aber es bleiben auch einige Fragen offen. Warum ist beispielsweise eine Mail im ich-Stil, die von Renee Marc S. stammen soll, am 17. Mai 2007 über einen Server in Mannheim verschickt worden – wenn Renee Marc S. doch im Iran gewesen sein soll. Hat Nasir sie mit Copy-Paste weitergeleitet?

Nicht zur Sprache kamen dabei übrige ns die seltsam verballhornten Namen der Mailaccounts: widmann_21, yaqoobi_19 usw. Sie hatten schon die Phantasie des Koblenzer Senats angeregt: So wurden der Name von Ömers Grundschule sowie der Name von Renee Marc S ...

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