Defektes Steuergerät: Hersteller bezahlt Austauschmotor

Versagt bei einem gebrauchten PKW die Ölstandsanzeige bzw. die Öldruckanzeige und kommt es deshalb zu einem Motorschaden, so hat der Hersteller die Kosten für einen Austauschmotor zu tragen.

Sachverhalt

Der Kläger hat im März 2004 ein gebrauchtes Auto (Baujahr 2000) mit einem Kilometerstand von über 97.000 km bei einem Autohändler gekauft. Im Mai 2007 wurde das Auto in der Niederlassung der Beklagten wegen eines Defektes am ABS repariert. Ende Mai fielen dem Kläger Motorgeräusche auf, weshalb Öl nachgefüllt wurde und das Auto erneut zur Reparatur in die Niederlassung gebracht wurde. Dort wurde jedoch nichts repariert, weshalb der Kläger sein Auto wieder abgeholt hat und in einer anderen Werkstatt einen Austauschmotor einbauen ließ. Nach Ansicht des Klägers liege ein Produktfehler vor, da trotz niedrigem Ölstandes die entsprechende Kontrollleuchte und auch die Öldruckanzeige den Fehler nicht gemeldet hätten. Deshalb sei er über einen längeren Zeitraum mit zu wenig Öl gefahren, wodurch es zum Motorschaden kam.

Aus der Entscheidung des Gerichts (Urteil des LG Chemnitz vom 14.12.2009, Az. 2 O 1913/08)

Das Steuergerät welches Ölstand bzw. Öldruck messen und anzeigen sollte, war nach den Feststellungen des Gerichts defekt ...

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