Ungeschickte Wortwahl

Beispiel 1:

In Sachsen wird ein Straftäter verurteilt. Wegen Mord. Er war so uneinsichtig, bis zum Schluss blieb er bei der Auffassung, in Notwehr gehandelt zu haben.

In 2009 erschoß er den ersten Mann, einen 27-Jährigen in angeblicher Notwehr. Das Gericht stellte klar, dass bei drei Schüssen in den Rücken (!) keine Notwehr vorliegt.

Ein Jahr später, 2010, war er wieder in Notwehr. Er schoss auf 2 Männer, 19 und 23 Jahre alt. Damit nicht genug, dem einen zetrümmerte er den Schädel mit einem Metallstück, auf den anderen schlug er mit dem Revolvergriff ein. Heimtückisch und niedere Beweggründe sah das Gericht.

Die Staatsanwaltschaft beantragte Sicherungsverwahrung. Das Gericht verzichtete darauf, weil dem psychiatrischen Gutachter zufolge kein Hang zur Begehung schwerer Straftaten vorliege.

Kein Hang zur Begehung schwerer Straftaten.

Er ermordete bei zwei aufeinanderfolgenden Taten 3 Menschen. Dem Gutachter zufolge ist also

Mord keine schwere Straftat ...

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