Gasnetzbetreiber: Wettlauf mit der Zeit

Den Betreibern von Gasverteilnetzen droht ein Rattenrennen um die Kapazitäten der vorgelagerten Fernleitungsnetze. Grund ist die neue Kooperationsvereinbarung IV (KoV IV), die zum Jahreswechsel in Kraft treten wird. Sie führt dazu, dass die Gasverteiler vielfach höhere Mengen als bisher bestellen müssen, um ihre Kunden versorgen zu können. Je eher sie das tun, desto besser stehen die Chancen, dass sie sie auch bekommen.

In der KoV IV regeln die betroffenen Unternehmen, Verbände und Institutionen, wie die 2010 in Kraft getretene Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV) im Detail umgesetzt wird. Bis zum 1.7.2011 muss sie fertig sein, zum 1.1.2012 wird sie in Kraft treten. Der Entwurf liegt aber bereits vor, und es ist nicht zu erwarten, dass sich daran noch grundlegend etwas ändern wird.

Zu den Neuerungen des Entwurfs gehört, dass künftig nur noch eine Bestellung auf Basis der linearen Regression entsprechend der letzten drei Jahre möglich ist. Das heißt, dass in der Regel eine höhere Menge als bisher bestellt werden muss. Die Bestellung ist zum 15.7. abzugeben und nicht erst, wie bisher, zum 30.9. – aber auch der 15.7. ist de facto viel zu spät. Tatsächlich sollte jeder Gasverteilnetzbetreiber so bald wie möglich seinen Bestellbedarf prüfen und mit dem vorgelagerten Fernleitungsnetzbetreiber in Kontakt treten.

Eines sollten Gasverteilnetzbetreiber auf keinen Fall tun: sich auf Kapazitätszusagen auf unterbrechbarer Basis einlassen. Da die Fernleitungsnetzbetreiber ab 1.8 ...

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