OLG Hamburg: Keine explizite Nennung "Werbeanzeige" bei eindeutiger Erkennbarkeit

Es liegt keine unzulässige Schleichwerbung vor, wenn aufgrund der Gestaltung deutlich erkennbar ist, dass der redaktionelle Teil der Zeitung und die Reklame inhaltlich voneinander getrennt sind. Ist dies für jeden durchschnittlichen Leser klar erkennbar, muss die Werbung auch nicht explizit mit "Werbeanzeige" betitelt werden (OLG Hamburg, Urt. v. 04.08.2010 - Az.: 5 U 152/09).

Der Kläger ging gegen die Beklagte, eine Zeitungsverlegerin, vor. Er hielt zwei bezahlte Anzeigen für Medikamente, die in einer von der Beklagten verlegten Zeitschriften erschienen sind, für rechtswidrig.

Die Anzeige war als solche nicht gekennzeichnet und fand sich im unteren Teil der Seite ...

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