Die Verurteilten

Wenn man eines aus der Novelle “Rita Hayworth and Shawshank Redemption” von Stephen King, verfilmt als “The Shawshank Redemption” (Die Verurteilten) von Frank Darabont, lernen kann, dann das: Auch jenseits von Gefängnismauern ist man das, was man tut. Um sich unter seinen Mitmenschen redlich Respekt zu verschaffen, muss man dabei etwas für diese tun. Beim Nachempfinden des Schicksals des Protagonisten Andy Dufresne dachte ich immer, mich als Ritter des Rechts, sollte ich einmal in seine Lage geraten, ähnlich nützlich machen zu können.

Diese Vorstellung verteidigt das Bundesverfassungsgericht nun in einem Beschluss vom 22. März 2011 (2 BvR 983/09). In dem zugrunde liegenden Fall schrieb ein Mitgefangener für den Beschwerdeführer im Weg der Kameradschaftshilfe eine Strafanzeige an den Generalbundesanwalt. Dies wurde von einer bayerischen Strafvollstreckungskammer (wo auch sonst?) im Hinblick auf den Mitgefangenen als nicht erlaubte außergerichtliche Rechtsdienstleistung nach § 3 RDG und hinsichtlich des Beschwerdeführers als Störung des geordneten Zusammenlebens im Sinn des § 82 Abs. 1 StVollzG beanstandet ...

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