Onlinerecht: Internetangebote, die Zeit- oder Fristenangaben enthalten

Immer wieder kommt es zu Streitigkeiten darüber, wie einzelne Angaben in den Angeboten zu verstehen und auszulegen sind. Umso wichtiger wäre es beispielsweise für Verträge, diese Gestalten zu lassen, um solche Streitigkeiten auszuschließen. Streitigkeiten entstehen aber auch dann, wenn in den Onlineangeboten in der Beschreibung Angaben gemacht werden, die der Auslegung fähig sind. Bedenken sollte man dabei nämlich, dass eine Angabe von dritter Seite auch anders verstanden werden kann, als man es eigentlich gemeint hat. Darüber sollte man sich im Klaren sein und versuchen, die Angaben so genau wie möglich zu machen. Um eine solche auslegungsfähige Angabe soll es in der nachfolgenden Entscheidung gehen.

1. Das Amtsgericht München hatte jetzt einen Fall zu entscheiden, bei dem es um ein Angebot auf einem Onlinehandelsportal ging. Dort bot der spätere Beklagte spätestens am 10.03.201 einen VW Tiguan zu einem Bruttokaufpreis von 39.005,00 € an. Unter der entsprechenden Fahrzeugbeschreibung schrieb dieser: „Kauf innerhalb der ersten 3 Tagen gibt’s noch 1.000 € in BAR von mir!“. Der spätere Kläger rief das entsprechende Angebot erstmals am 18.03.2010 auf und schloss am 19.03.2010 über dieses Fahrzeug einen Kaufvertrag mit dem späteren Beklagten. Nach Kaufvertragsschluss forderte dieser die Zahlung der 1.000 € durch den Beklagten, denn er habe innerhalb der ersten 3 Tage nach erstmaligen Aufruf den Kaufvertrag geschlossen ...

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