Die Mietnomaden – Randerscheinung oder ernste Gefahr für den Wohnungsmarkt?

Im Auftrag des Bundesbau- und des Bundesjustizministeriums haben Juristen der Unisversität Bielefeld eine Vermieterbefragung zum Thema Mietnomaden durchgeführt. Hintergrund dieser Erhebung war ein Gesetzesvorschlag der FDP zur Änderung des Mietrechts wegen Mietnomadentums. Angestrebt wird eine Erleichterung der Möglichkeiten der fristlosen Kündigung bei Nichtzahlung der Kaution und eine gesetzliche Verankerung des sog. „Berliner Modells“, welches dem Vermieter erlaubt, ein umfassendes Vermieterpfandrecht am Besitz des zu räumenden Mieters geltend zu machen und die Möbel selbst abzutransportieren und einzulagern. Dadurch können die Kosten für die Beauftragung des Gerichtsvollziehers und jede Menge Zeit gespart werden. Ziel der angestrebten Gesetzesänderung ist ebenso eine Verkürzung der Verfahrensdauer bei fristloser Kündigung eines Mieters und Räumung der Wohnung und eine Stärkung der Vermieterrechte für den Fall, dass ein Mieter eigenmächtig untervermietet und gegen den Untermieter nicht vollstreckt werden kann, da dieser nicht Adressat des Vollstreckungsauftrages ist.

Andreas Stücke, Generalsekretär der Eigentümergemeinschaft Haus & Grund Deutschland argumentiert: „Dass in einzelnen Teilmärkten nun die Mieten steigen, sollte niemanden wundern. Schließlich hat die Wohnungspolitik das Mietrecht konsequent zum Mieterrecht fortentwickelt und damit potenzielle Investoren in den Mietwohnungsmarkt systematisch verprellt.“ und weiter „Die permanent verschärften Anforderungen an das energetische Niveau von Wohngebäuden sorge für drastisch erhöhte Baukosten. Vor diesem Hintergrund lohne sich für die Vermieter die Wohnraumvermietung nicht mehr. In den vergangenen Jahren seien mit 60% des Mietwohnungsangebots privater Vermieter keine Gewinne erzielt worden.“ ...

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